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Elektrotechnik · Neubau und Sanierung

Elektroinstallation für Neubau und Sanierung

Die Elektroinstallation ist das Gewerk, das man am wenigsten sieht und am längsten benutzt. Fehler darin sind später teuer – deshalb reden wir lieber einmal zu früh mit Ihnen als einmal zu spät.

Die vier Phasen

1 · Planung. Wir gehen die Grundrisse mit Ihnen durch, Raum für Raum: Wo steht das Bett, wo der Fernseher, wo der Schreibtisch? Daraus entstehen die Positionen für Steckdosen, Schalter, Leuchten und Anschlüsse. Gleichzeitig legen wir die Stromkreise fest und dimensionieren den Zählerschrank – mit Reserve für das, was später kommt.

2 · Rohinstallation. Dosen setzen, Leitungen ziehen, Leerrohre legen, Verteiler vorbereiten. Diese Phase liegt vor dem Verputzen und ist der Moment, in dem sich Änderungen noch günstig umsetzen lassen. Wir markieren die Positionen vorher an der Wand, damit Sie sehen, was entsteht.

3 · Feininstallation. Nach Putz, Estrich und Malerarbeiten kommen Schalter, Steckdosen, Leuchten und Geräte. Der Zählerschrank wird aufgebaut, die Stromkreise werden aufgelegt und beschriftet.

4 · Abnahme. Messung nach DIN VDE 0100-600, Prüfprotokoll, Inbetriebsetzung mit dem Netzbetreiber und eine Dokumentation, in der jeder Stromkreis nachvollziehbar ist. Diese Unterlagen sind Gold wert, wenn in zehn Jahren jemand anders an der Anlage arbeitet.

Elektroinstallation einer Lichtdecke in einem Wohnhaus

Was wir Bauherren immer empfehlen

  • Zählerschrank eine Nummer größer. Photovoltaik, Speicher, Wallbox und Wärmepumpe brauchen zusammen mehr Platz, als die meisten planen. Siehe Zählerschrank erneuern.
  • Leerrohre zum Dach. Auch wenn die Photovoltaikanlage erst in fünf Jahren kommt – das Rohr kostet jetzt fast nichts.
  • Zuleitung zur Garage. Für die Wallbox reicht später kein Verlängerungskabel. 5×6 mm² im Rohbau sind billiger als jede Nachrüstung.
  • Netzwerk statt WLAN. Ein Kabel je Raum, mindestens Cat.7. Funk ist bequem, aber kein Ersatz.
  • Außensteckdosen und Außenlicht. Werden regelmäßig vergessen und regelmäßig vermisst.
  • Leitung für die Klimaanlage. Wenn ein Split-Gerät auch nur denkbar ist, gehören Stromanschluss und Kernbohrung in die Rohbauphase.

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Häufige Fragen

Fragen zur Elektroinstallation

Wann sollte ich den Elektriker einbinden?

So früh wie möglich, spätestens wenn die Grundrisse stehen. Vieles, was später teuer wird, ist in der Planungsphase gratis: Leerrohre, ein zweiter Netzwerkanschluss im Wohnzimmer, ein Zählerschrank mit Reserve, die Zuleitung für die Wallbox in der Garage. Nach dem Verputzen kostet jede dieser Kleinigkeiten ein Vielfaches.

Wie viele Steckdosen brauche ich?

Die Erfahrung sagt: mehr als geplant. Die RAL-RG 678 nennt für einen mittleren Ausstattungswert im Wohnzimmer etwa zehn bis zwölf Steckdosen; in der Praxis werden es mit Fernseher, Router, Ladegeräten und Lampen schnell mehr. Wir gehen die Räume mit Ihnen durch und markieren die Positionen an der Wand – das ist anschaulicher als jeder Plan.

Lohnen sich Leerrohre?

Fast immer. Ein Leerrohr kostet im Rohbau ein paar Euro und erspart später das Aufstemmen einer Wand. Sinnvoll sind sie besonders vom Technikraum zum Dachboden, zur Garage, zum Gartenhaus und zwischen den Etagen. Wenn Sie sonst nichts aus diesem Text mitnehmen: Legen Sie Leerrohre.

Machen Sie auch die Elektrik in der Altbausanierung?

Ja. Bei einer Kernsanierung wird die Installation komplett neu aufgebaut. Bei einer Teilsanierung geht es meist darum, die vorhandene Substanz sauber zu ertüchtigen: neuer Zählerschrank, FI-Schutz für alle Stromkreise, neue Leitungen dort, wo die Wände ohnehin offen sind. Wir sagen Ihnen, wo eine Teillösung vertretbar ist und wo nicht.

Neubau oder Sanierung geplant?

Am besten sprechen wir, bevor der Estrich liegt. Schicken Sie uns die Grundrisse – wir machen einen Vorschlag und ein Angebot.