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Klimaanlagen · Single-Split

Split-Klimaanlage für einen Raum

Ein Innengerät, ein Außengerät, eine Leitung dazwischen. Die einfachste und mit Abstand häufigste Lösung – und in den meisten Fällen die richtige.

So ist eine Split-Anlage aufgebaut

Das Innengerät hängt im Raum und enthält Wärmetauscher, Ventilator und Filter. Es ist das Bauteil, das Sie sehen und hören – moderne Geräte liegen im Nachtbetrieb bei etwa 19 bis 25 dB(A), also unterhalb des Kühlschranks.

Das Außengerät enthält den Verdichter und den zweiten Wärmetauscher. Hier entsteht der Lärm, und hier entscheidet sich, ob die Anlage zum Ärgernis wird. 45 bis 55 dB(A) am Gerät sind normal; was am Nachbarfenster ankommt, hängt vom Abstand und der Aufstellung ab.

Dazwischen liegt die Kältemittelleitung, ein isoliertes Kupferrohrpaar. Je kürzer, desto besser – jeder zusätzliche Meter kostet ein wenig Effizienz und erhöht die Kältemittelfüllmenge.

Wann eine Split-Anlage die richtige Wahl ist

  • Ein einzelner Raum heizt sich auf: Schlafzimmer unterm Dach, Büro nach Süden, Wintergarten
  • Der Raum liegt an einer Außenwand, sodass der Leitungsweg kurz bleibt
  • Es gibt einen Aufstellort fürs Außengerät mit genügend Abstand zur Nachbarschaft
  • Sie möchten den Raum auch in der Übergangszeit beheizen

Sollen dagegen mehrere Räume gekühlt werden, ist meist eine Multisplit-Anlage die bessere Wahl – schon deshalb, weil dann nur ein Außengerät an der Fassade hängt.

Der Punkt, an dem es meistens hakt: der Aufstellort

Wir sagen das früh, weil es später schwer zu ändern ist. Für das Außengerät gelten die Immissionsrichtwerte der TA Lärm, gemessen am Fenster des Nachbarn: in reinen Wohngebieten tagsüber 50 dB(A), nachts 35 dB(A). Ein Gerät mit 52 dB(A) Schallleistung braucht dafür je nach Aufstellung mehrere Meter Abstand oder eine schallabgewandte Position.

Dazu kommen die eigentumsrechtlichen Fragen. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft ist die Montage an der Fassade eine bauliche Veränderung und zustimmungspflichtig. Als Mieter brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters, am besten schriftlich.

Unser Rat: Klären Sie diese beiden Punkte, bevor Sie ein Gerät bestellen. Wir sehen uns den Aufstellort bei der Begehung an und sagen Ihnen, ob er trägt – kostenlos und bevor irgendetwas beauftragt ist.

Und wenn kein Aufstellort möglich ist?

Dann bleibt ein Monoblock-Gerät, das ohne Außeneinheit auskommt und die Wärme über zwei Wanddurchführungen abgibt. Es ist lauter im Raum und weniger effizient, kommt aber in Mietwohnungen und denkmalgeschützten Gebäuden regelmäßig zum Einsatz. Wir sagen Ihnen ehrlich, was Sie damit an Komfort einbüßen.

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Häufige Fragen

Fragen zur Split-Klimaanlage

Welche Leistung brauche ich für mein Zimmer?

Die verbreitete Faustformel von 60 bis 100 Watt je Quadratmeter taugt nur zur ersten Orientierung. Entscheidend sind Fensterfläche und Himmelsrichtung, Dämmung, Geschoss und ob der Raum unter dem Dach liegt. Ein 20-m²-Schlafzimmer nach Norden im Erdgeschoss kommt mit 2,0 kW aus; dasselbe Zimmer nach Süden unterm Dach braucht 3,5 kW. Wir rechnen die Kühllast, statt zu schätzen.

Wo kommt das Außengerät hin?

An eine Stelle, die drei Bedingungen erfüllt: möglichst kurzer Leitungsweg zum Innengerät, freie Luftführung ohne Wärmestau und ausreichender Abstand zum nächsten Nachbarfenster. Der dritte Punkt ist der wichtigste – nachts gelten in Wohngebieten 35 dB(A) am Nachbarfenster. Wir prüfen das bei der Begehung, nicht erst nach der Beschwerde.

Wie aufwendig ist die Montage?

Bei einem Innengerät ist die Anlage meist an einem Tag betriebsbereit. Nötig sind eine Kernbohrung durch die Außenwand, die Kältemittelleitung, die Kondensatleitung und ein elektrischer Anschluss. Wenn die Wand hinter dem Innengerät nach außen zeigt, bleibt der Aufwand klein; muss die Leitung durch mehrere Räume, wird es aufwendiger.

Wohin läuft das Kondenswasser?

Im Kühlbetrieb fallen je nach Luftfeuchte mehrere Liter am Tag an. Am einfachsten läuft das Kondensat mit Gefälle nach draußen. Wo das nicht geht, kommt eine kleine Kondensatpumpe zum Einsatz. Was nicht funktioniert, ist ein Schlauch ohne Gefälle – das ist die häufigste Ursache für Wasserflecken an der Wand.

Kann ich eine Anlage selbst montieren?

Sogenannte Monoblock- oder Quick-Connect-Geräte darf man selbst anschließen. Bei einer klassischen Split-Anlage nicht: Der Kältekreis muss evakuiert und befüllt werden, und das ist sachkundepflichtig. Anlagen, die ohne fachgerechte Evakuierung in Betrieb gehen, verlieren Leistung und fallen früh aus – und die Herstellergarantie ist meist ebenfalls weg.

Einen Raum kühlen?

Sagen Sie uns Raumgröße, Fensterfläche und Himmelsrichtung – daraus können wir die passende Leistung schon grob eingrenzen.